Montag, 12. November 2018

Back again

Nach langerlanger Zeit bin ich nun wieder zurück auf meinem Blog. Diese unheilvolle DSGVO ist in Kraft getreten und wir sind tatsächlich alle noch auf freiem Fuß. Also schreibe ich hier auch mal wieder ein bisschen was, was ich so nähe und koche. Mal sehen, in wieweit ich dazu komme, denn das Leben Nummer eins ist ja auch in vollem Gange und marschiert in großen Schritten auf Weihnachten zu.
Der Sommer in diesem Jahr war ja mal extraordinär. Wir haben wirklich viel Zeit draußen verbracht und haben die Sonne und die warmen Temperaturen genossen. Ich bin ja der Sommermensch und leibe die langen Tage, die zum Verweilen außerhalb der eigenen vier Wände einladen. Und das haben wir wirklich viel getan. Nun ist der Sommer nun wohl endgültig vorbei, was Mitte November ja nun auch durchaus seine Berechtigung hat. So langsam kommt auch bei mir Weihnachtsstimmung auf. Am vergangenen Wochenende habe ich mit meiner Schwester nun auch den Startschuss in die Weihnachtsfilmzeit aabgegeben und wir haben uns den Nussknacker im Kino angeschaut. Es kann also losgehen. Auch auf diese Zeit freue ich mich sehr, da sie mit Kekse-backen, Weihnachtsfilmen, Weihnachtsmärkten, Gemütlichkeit und Beisammensein zusammenhängt. Ich freue mich darauf und schwöre mir auch in diesem Jahr, nicht dem unglaublichen Weihnachtsstress in all seinen unschönen Facetten nachzugeben, sondern werde diese Zeit bewusst erleben. Weihnachtsgeschenke werden in Ruhe gefertigt und verpackt. Und alles was an Zeit da ist, möchte ich mit schönen Dingen füllen und mich mit meinen Lieben umgeben. So ist die Zeit doch eigentlich gedacht und nicht für die Jagd nach der nächsten Playstation oder dem neuesten Handy, was einfach nur Geld frisst...
Ende April diesen Jahres habe ich mich dazu entschlossen abzunehmen. Meine äußerlichen Maße haben für mich äußerst unschöne Dimensionen angenommen. Da musste jetzt mal die Reißleine gezogen werden und zwar ganz kräftig. Unterdessen habe ich gute 15 Kilo abgenommen und nehme jetzt die restlichen fünf bis sechs Kilo in Angriff. So langsam fühle ich mich wohl. Wenn mich nicht gerade die Rüsselseuche aufhält mache ich jeden Tag konsequent Sport. Ich mische hier meine Aktivitäten. Dreimal die Woche gehe ich schwimmen, zwei-dreimal die Woche gehe ich auf den Crosstrainer und eine Fitness-DVD habe ich außerdem, die ich dreimal die Woche durchhüpfe. Ergänzt wird das Ganze durch Krafttraining mit Eigengewicht. Ich bin da auf einem ganz guten Weg. Ernährung wurde auch umgestellt, ohne geht es wohl nicht, aber auch da fahre ich ganz gut. Joa, so langsam mag ich mich auch wieder im Spiegel anschauen. Dazu kommt, dass ich mal wieder Lust auf kurze Haare hatte und das radikal durchgezogen hab. Auch diese Frisur mag ich sehr gerne an mir.
Die Abnahme hat mir nun auch einen Grund beschert, mir neue Herbst-& Winterkleider zu nähen. Die alten vom letzten Jahr sind dann doch etwas groß geworden (aber auch die werde ich noch abändern). Mein aktuellstes Werk ist die Fine von Bela Stoffe und Schnitte. Das ist ein wirklich schnell zu nähendes Projekt, was aber gut sitzt und doch auch Raum für Gestaltung lässt, wenn man das möchte. Ich habe das Kleid nur durch eine Biese aufgepeppt. Geht schnell und ist doch auch ein Eye-Catcher.

Was ich besonders an dem Kleid mag, sind die Taschen. Ich liebe es, wenn es praktisch ist und Taschen sind IMMER praktisch. Nächstes Mal würde ich mir das Kleid um die Taille herum evtl. etwas enger nähen. Aber so bin ich sehr zufrieden. Genäht habe ich meine Fine aus dem tollen Jaquard von Traumbeere. Lange war diese Farbe ausverkauft. Aber nun bin ich stolze Besitzerin dieses Stoffes. Für mich ein wirklich schickes Herbstkleid, was ich sicher nicht das letzte Mal genäht habe.

unbeauftragte Werbung wegen Markennennung:
Schnitt: Fine von Bela Stoffe und Schnitte
Stoff: Jaquard von Traumbeere

Donnerstag, 3. Mai 2018

Bärlauch in verschiedenen Varianten

Jetzt ist sie ja leider fast schon wieder vorbei, die Bärlauchzeit. Aber in diesem Jahr habe ich sie intensiv genutzt, um viel Bärlauch-Salz,-Pesto- und Öl herzustellen. Kann man erstens selbst nie genug haben und zweitens ist ja auch bald wieder Weihnachten und solche Verbrauchsgeschenke gehen ja immer.

Ich werd euch heute drei meiner Varianten genauer beschreiben. Geht alles recht schnell und einfach.

Bärlauch-Salz
Zutaten:
zwei Sträuße Bärlauch
500g feines Salz

Zubereitung:
Bärlauch gut waschen und anschließend trocken schlagen. In kleine Stücke schneiden und in den Mixer geben. Solange mixen bis eine feine Paste entstanden ist und keine Stücke mehr zu sehen sind.

Paste mit dem Salz vermischen, auf einem Backblech verteilen und bei 80°C Umluft im Ofen trocknen. Ich habe dabei die Ofenklappe einen Spalt offen gelassen, damit die Feuchtigkeit besser abziehen kann. 
Immer mal wenden, bis das Salz komplett trocken ist. Danach mit einem Stößel fein malen und in ein sauberes Glas füllen

Bärlauch-Öl
Zutaten:
1 Strauß Bärlauch
750 ml gutes Sonnenblumenöl

Zubereitung:
Bärlauch waschen und in kleine Stücke schneiden. In ein sauberes Glas geben und mit Öl auffüllen. Sehr wichtig ist, dass der komplette Bärlauch bedeckt ist, da das ganze ansonsten irgendwann anfängt Schimmel anzusetzen - sehr ärgerlich. Das ganze etwa vier Wochen ziehen lassen, durch ein Sieb geben und anschließend in schöne und saubere Flaschen abfüllen

Bärlauch-Pesto
Zutaten:
1 großen Strauß Bärlauch
80 g Parmesam
80 g gemahlene Haselnüsse
Olivenöl nach belieben
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Bärlauch waschen, trocken schlagen und in kleine Stücke schneiden, gemeinsam mit den restlichen Zutaten in einem leistungsstarken Mixer zu einer Paste verarbeiten. Das Öl muss auch mit rein, aber die Menge bestimmt ihr selber. Die einen mögen es flüssiger, die anderen nicht. Probiert euch hier aus. Mit Salz abschmecken.

Gläser sterilisieren und das Pesto abfüllen. Achtet darauf, dass sich keine Blasen mittendrin bilden. Obendrauf eine Schicht Öl füllen, so bleibt es im Kühlschrank sehr viel länger haltbar.



Was macht ihr ansonsten so aus Bärlauch? Erzählt doch mal...

Meine Elsbag für alle Lebenslagen

Als ich angefangen habe zu arbeiten habe ich den Rucksack von meinem Mann stibitzt. So nach und nach machte sich dann aber doch Unmut breit, weil sein großer Rucksack entweder mit mir unterwegs ist oder eben vollgerumpelt mit meinem Kram. Eine Lösung musste also gefunden werden. Zuerst hatte ich eine Schnabelina-Bag im Kopf, aber ich habe bereits in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass ich Querträgertaschen, die vollgepackt sind bis oben nicht lange tragen kann. 
Wie wunderbar, dass der unglaublich tolle Elsbag-Schnitt von Elsbeth und ich frisch auf den Markt geworfen wurde. Nach einigen tollen Berichten war klar, dass es die werden wird. Überzeugt hat mich vor allem die Wandelbarkeit. Ich kann sie sowohl als Rucksack tragen, aber auch als Querträger. Auch die kleinen Henkel oben an der Tasche sind beim Einkaufen schon häufig mehr als praktisch gewesen, weil man die Tasche an der Kasse da gut halten kann, um an Geldbeutel und Co. zu kommen. 
Nach zwei Wochen Dauerbenutzung sowohl für die Arbeit als auch für den Einkauf, kann ich sagen, dass das Schätzchen ein absolutes Raumwunder ist. Für die Arbeit bekomme ich ohne das geringste Problem meinen Kalender, meine Kladde, eine 1,5 l Flasche und meine Salatbox rein. Ich würde auch noch mehr reinbekommen, wenn es sein müsste.
Bei der Materialwahl war schon vorher klar, dass ich auf dei Oilskintrendwelle aufspringe, denn auch wenn ich nicht jeden Trend mitmachen muss und möchte, der ist doch durchaus sinnvoll ;-). Bestellt habe ich mir den wundervollen Oilskin in conker von Tillabox. Ich war erst etwas skeptisch, weil der auf den Bildern total geglänzt hat, aber als er angekommen ist, waren die Zweifel weggepustet. Es ist ein wunderschöner Stoff in braunrot, ich find ihn sehr edel und wenig anfällig für Schmutz. Das Vernähen war richtig toll und hat gut funktioniert. Eine wie ich finde, nette Eigenschaft von Oilskin, ist der used-Look, wenn er geknickt wird. Als ich fertig war mit der Tasche und sie gewendet hatte, hatte sie überall sichtbare Knicke drin. Die sind aber mit der Zeit wieder verschwunden. Hier und da kommt immer mal wieder ne neue Kante rein, die irgendwann wieder weg ist. Es sei gesagt, dass das der Qualität des Stöffchens keinen Abbruch tut. 
Der Querträger kann bei Bedarf abgenommen werden, da er an Karabinern befestigt ist. Ein weiteres, wirklich durchdachtes Highlight für mich ist die versteckte Tasche am Rückenteil. Hier findet bei mir der Geldbeutel Platz und ich muss keine Angst haben, dass mir den im Gedränge irgendwer moppst. Gerade am Dienstag auf dem Stoffmarkt getestet und sie hat mir ein wirklich gutes Gefühl gegeben.
Vorn ist eine verdeckte Tasche vorgesehen, an die auch keiner so leicht ran kommt. Auch sehr praktisch. Innen habe ich zwei Einschubfächer genäht, wo Kleinkram seinen Platz hat. Ein bisschen ärgerlich ist, dass ich die ganze Zeit an den Schlüsselfinder gedacht habe, diesen aber ganz siebhirnmäßig am Ende vergessen habe. Naja, beim nächsten Mal.
Mein Fazit: Ich bin sehrsehr zufrieden mit diesem Schmuckstück. Die Elsbag ist eine wandelbare, große Tasche, die sehr durchdacht ist. Die Anleitung ist gut zu verstehen. Zu beachten ist, dass sie ausschließlich als Papierschnitt daherkommt, was aber völlig in Ordnung ist. Ich würde mich jederzeit wieder für diese Tasche entscheiden...und wer weiß, vielleicht "brauche" ich ja noch eine zweite...
Schnitt: Elsbag von Elsbeth und Ich
Stoff:    Oilskin, conker - Tillabox
            Futterstoff - Stoffberge Peine
            Reißverschlüsse und Karabiner - snaply
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Sonntag, 8. April 2018

Sommer von jetzt auf sofort

Wie lange haben wir sehnsüchtig auf die Sonne und auf wärmere Temperaturen gewartet. Es war ja schon fast ein Highlight 10 °C und keinen Regen oder Graupel zu haben. Aber wir haben doch jetzt alle auf den Frühling gewartet, immerhin haben wir unterdessen April und bis jetzt hat die Natur ja auf Sparflamme gelebt.
Seit gestern ist es im Mittleren Norden Deutschlands nun endlich warm und sonnig. Ich konnte im T-Shirt draußen sitzen und habe nicht gefroren. Das hat unheimlich gut getan. Wir waren im Stadtpark, um ein Shirt für ein Probenähen zu fotografieren. Auch das ist sehr sommerlich geworden, aber dazu ein anderes Mal etwas mehr.
Anschließend haben wir uns noch draußen vor ein Restaurant gesetzt und haben uns die Sonne auf den Kopf scheinen lassen. Während des Sitzens wurde immer klarer, dass wir unsere eigentlichen Essenspläne über den Haufen werfen und heute grillen wollen. Das Wetter schreit ja förmlich danach. Also sind wir auf dem Rückweg noch bei dem ansässigen Lebensmittel-Dealer eingefallen und haben uns mit allem Möglichen an Grillgut eingedeckt. 
Ich bin vor ein paar Jahren dazu über gegangen, selbst zu marinieren. Das hat zwei Hauptgründe:

1. Kann ich die Schärfe, Geschmacksrichtung und was nicht noch sonst dazu gehört, selbst bestimmen.

 2. (und das ist mir fast schon wichtiger) Ich weiß, was in der Marinade drin ist. 

In der heutige Zeit wird es einem so einfach gemacht - man kann alles fertig kaufen und man macht sich keine Gedanken mehr über die Inhaltsstoffe. Damit will ich nicht alles zum Teufel jagen, aber ich für mich möchte im Bereich des Kochens bewusster leben. Bedeutet für mich: So viel wie möglich selbst machen und bewusst einkaufen (kein fertig verpacktes Fleisch etc).
Also habe ich mich vorhin in die Küche gestellt und habe mariniert und diese Rezepte möchte ich gerne mit euch teilen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Marinade besser schmeckt, wenn man sie mit Jochurt mischt. Dazu benutze ich Griechischen Joghurt. Erstens bleibt beim Grillen mehr Marinade am Fleisch und irgendwie ist der Geschmack runder. Allgemein solltet ihr darauf achten, genügend Salz dazuzugeben.  Wenn ihr beim Abschmecken das Gefühl habt, es komplett versalzen zu haben, ist es gut. Die Mengenangaben sind jeweils für etwas zwei Stück Fleisch. Marinieren solltet ihr idealerweise einen Tag vorher, damit das Fleisch ausreichend durchziehen kann. Ich packe das Fleisch mit Marinade in Gefrierbeutel, die ich dann luftdicht verschließe und die Marinade gut ins Fleisch einarbeiten kann. Was am Ende nicht gegessen wird, kann so auch bestens für die nächste Grillsession eigefroren werden

Knoblauch Marinade
2 TL Griechischer Joghurt
2 TL Knoblauch Öl (selbstgemacht)
4 mittelgroße Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer 

Knoblauch ganz fein hacken oder im Mörser zu Brei verarbeiten. Alle Zutaten mischen und abschmecken.


Thai-Curry Marinade
125 ml Kokosmilch
2 EL Fischsoße
1 TL Thaicurry

Die Fischsoße ersetzt das Salz. Alle Zutaten vermischen, fertig


Bärlauch-Marinade
2 TL Griechischer Joghurt
2 TL Bärlauch-Pesto (selbstgemacht, ich schreib demnächst mal einen Bärlauch-Post)
Bärlauch-Salz (selbstgemacht)
Pfeffer

Salbei-Marinade
2 TL Griechischer Joghurt
1 Knoblauchzehe
einige Blätter Salbei
2 TL Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer

Knoblauch und Salbei sehr fein hacken. Alle Zutaten miteinander vermischen.

Am Ende kommen mit recht wenig Aufwand vier Marinaden raus, die ihr so im Handel nicht fertig bekommt. Experimentiert einfach ein bisschen rum, kann ja nicht so viel schief gehen.

Ich wünsche euch einen wunderschönen sonnigen Sonntag :-)

  

Donnerstag, 22. März 2018

Top of the World

Heute kommt mal ein Post mit einem ganz anderen Hintergrund. Diese Bilder sind diesesmal in Obergurgl während unseres Winterurlaubes entstanden.

Jaaaaaa, einen wunderschönen Urlaub hatten wir mal wieder. Erkenntnisreich war er für mich. Nachdem ich nun im dritten Jahr versuche vernünftig Snowboard zu fahren, die grundlegende Technik an sich auch drauf habe, aber merke, dass ich einfach Angst habe und mir das ein wenig die Freude am Fahren verhagelt, habe ich nun beschlossen, dass ich wieder auf Ski umswitche.
Die Entscheidung ist mir wirklich sehr schwer gefallen, da ich mir ganz fest vorgenommen habe, dass ich Snowboardfahren lerne. Ich war sehr enttäuscht von mir selber, dieses Vorhaben nicht in die Tat umsetzen zu können. Um mir aber nicht den Rest des Urlaubes zu verhageln, musste etwas passieren. Also von ich zu einen der vielen ortsansässigen Skiverleihe gegangen und hab mir zwei Bretter geliehen. Es war auch sehr spannend für mich, ob das noch klappt nach guten 15 Jahren Skiabstinenz. Nach den ersten zwei sehr unsicheren Kurven war auch das kein Problem mehr. Zwar werde ich wohl niemals ein Raser auf der Piste, aber die beiden Bretter haben sich einfach sicherer angefühlt für mich.
Dieses Jahr war ich auch zum ersten Mal ganz oben auf über 3000m und konnte einen Blick auf die Dolomiten in Italien werfen. Könnt ihr hier überall im Hintergrund sehen. Es war toll. Einzig das Rondell des Topmountain ist etwas gewöhnungsbedürftig. Da kann man durch das Gitter auf dem man steht 20-30m in die schneebedeckte Tiefe gucken. Ist ein echt mulmiges Gefühl. Trotzdem ist die Aussicht wirklich atemberaubend.
Obergurgl ist insgesamt ein wirklich tolles Wintersportgebiet. Es ist groß genug und bietet für alle etwas. Es ist bis ins Tal schneesicher und man kann von fast überall direkt zur Gondel fahren. Es gibt so gut wie keinen motorisierten Verkehr, da das Dorf am Ende des Tals liegt. Man kann Party machen, wenn man will, wird aber nicht von rumsbums überrannt. Es ist wirklich wunderschön.
Nun zu meinem Hoodie, den ich euch heute hier präsentiere. Es ist Mein Nanuk von Meine Herzenswelt. Ich hatte schon lange vor, mir auch endlich mal einen Zip-Hoodie zu nähen und nun zum Urlaub war es nun auch soweit. Mich hat auf den ganzen Bildern die im Netz durch die Gegend schwirren die schöne Schnittführung gefallen und die darin eingefügten Taschen. Zu nähen ist der Hoodie wirklich einfach, das E-book beschreibt das auch echt gut. Ich hab mich gegen ein Futter entschieden und wollte auch keine Belege (da steh ich nicht so drauf).
Damit der Reißverschluss einen ordentlichen Abschluss hat, hab ich den mit Webband verblendet. Das hat ganz gut geklappt und ich bin mit der Lösung sehr zufrieden.
Ganz besonders gefreut habe ich mich, als ich im Stoffladen gesehen habe, dass es dort nun die tollen Cuff-Me Bündchen gibt. Da konnte ich nicht widerstehen und habe mir zwei Packungen mitgenommen. Sie lassen sich gut vernähen und machen sich wirklich gut am Hoodie. Sie behalten auch nach einigem Tragen gut die Form. Somit wird das sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich die vernähe. Wie ich auf Instagram auch schon gesehen habe, wird es demnächst unglaublich viele tolle neue Designs geben. Ich freu mich drauf!
Mein Hoodie gefällt mir echt gut. Beim nächsten Mal würde ich ihn allerdings etwas verlängern, denn ich mag es lieber etwas länger. Bewährt hat er sich nun allemal und ich freue mich, dass ich nun auch Besitzerin eines selbstgenähten Hoodies bin.
Und nun verschwinde ich mal zum rums.


Schnitt: Mein Nanuk von Meine Herzenswelt
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Mittwoch, 7. März 2018

Das Superschwein

Dieser Post wird ganz unserem kleinen Hausschwein gewidmet. Zwar ist das Selbstgemachte darin schon einen Moment alt, aber ich bin noch nicht dazu gekommen, es zu verbloggen. Nun soll es soweit sein.

Das da oben ist nun unser kleines Minischwein. Als mein Mann es vor sechs Jahren zu sich geholt hat, wurde ihm von dem Bauern, der es ganz alleine in einem Gammelstall gehalten hat gesagt, dass es ein Minischwein sei und ausgewachsen. Hätte mein Mann es nicht geholt, gäbe es diese wunderbare Kreatur heute nicht mehr, denn er wäre elendig gestorben dort. Was aber nicht klar war, dass er erst drei Monate alt und bei weitem noch nicht ausgewachsen war. Wissenswert ist, dass Schweine bis zu fünf Jahre wachsen. So auch Schnitzel, wie der Dicke schon immer hieß. Nur vorab - alle Grillwitze sind absolut ausgelutscht und überflüssig.
Damals war er noch ein kleines Minischwein. Heute ist er ein großes Minischwein von etwa 90 Kilo. Auch interessant ist, sollte das irgendwer lesen, der sich mit dem Gedanken trägt, sich Schweine zu holen und mit den Teacup Schweinen liebäugelt: Lasst es, es ist absolute Augenwischerei. Schweine sind mit drei Monaten geschlechtsreif, von daher kann euch jeder Züchter die ach so kleinen Elterntiere zeigen. Lasst sie ein Jahr alt sein und dementsprechend klein. Schweine werden nun halt mal groß, so ist es. Spazieren gehen ist auch verboten, vorbei also mit den süßen Träumen, Schweine an der Leine durch den Park zu führen.
Gut, kleiner Exkurs, hier soll es um unser Schweinerlein gehen.

Schnitzel hat an Silvester Geburtstag. An seinem letzten wollte ich, dass er ein Cape bekommt. Also habe ich Maß genommen, mit einen Schnitt gezeichnet und losgelegt. Schweine haben in der Regel kein Fell, sodass sie sehr kälteempfindlich sind. 
Es konnte natürlich nicht irgendein Cape sein, es sollte schon was besonderes sein. Ich hab mir also ein Superschweinlogo abgewandelt. 
Ich habe Klettstreifen auf die Benzel unterm Bach gemacht, damit das Cape auf dem Schwein bleibt, ist ja nicht so einfach, wenn schwein die ganze Zeit von Haus in den Garten wechselt. Da kann ein Cape schonmal verloren gehen.
Der Geburtstag kam und natürlich hat er es eingepackt bekommen. Er steht auf Pakete, denn er packt wahnsinnig gerne Pakete aus. Knistert ja so fein...


Zum Ansporn waren auch noch Nüsse drin. Tjaaaaa, das Cape passt zwar, könnte aber unter dem Bauch etwas weiter sein, da hab ich mich wohl ein bisschen vertan. Mal ganz davon abgesehen, mag er es nicht. Er mach das Gefummel am Bauch nicht, wenn man es ihm um macht. VIelleicht muss ich da irgendwie nochwas verbessern...
Für die Fotos musste er da aber durch, trotz Geburtstag. Jetzt liegt das Cape auf seinem großen Deckenhaufen und fristet da sein Leben als schnöde Decke...
Unser Schwein ist auf jeden Fall das beste Schwein, das es gibt - aber das sagen ja alle Eltern von ihren Kindern ;-). Er ist lieb, freut sich, wenn wer nach Hause kommt, ist megakuschelig und man kann sich bestens mit ihm unterhalten. Gelehrig sind Schweine und lernen schneller als man denkt. Und mal ganz davon abgesehen, sind Schweine unglaublich saubere Tiere. Wir haben noch den großen Vorteil, dass er Wasser an der Haut hasst, wie nichts anderes. Also suhlt er sich auch nicht. Bestens. 

Vielleicht habt ihr ja noch Ideen, wie ich das Cape nächstes Mal modifizieren kann???

Bis dahin wünsche ich euch heute einen schönen Bergfesttag - bald ist Wochenende :-)

Donnerstag, 1. März 2018

Flashback in den Winter

Als ich letztens überlegt habe, ob es wirklich sinnvoll ist, jetzt noch ein Kleid zu nähen, das eher wintertauglich ist (sowohl von den Farben, als auch vom Schnitt und von der Stoffauswahl), war noch nicht raus, dass der Winter mit voller Wucht zurück (oder zum ersten Mal an-?)kommt. Ich habe meine Bedenken ignoriert. Denn auch wenn der Frühling danach direkt Einzug gehabt hätte, wäre der nächste Winter sicherlich gekommen.
Ich will ja gar nicht sagen, dass wir gerade schlechtes Wetter haben. Das ist ja bei weitem nicht so. Die Luft ist herrlich klar, der Schnee ist weggefroren von den Straßen und die Sonne knallt vom blauen Himmel runter. Eigentlich herrlich. Wäre heute morgen nicht das Minus vor der zwölf gewesen... So kalt war es in diesen Breitengraden schon lange nicht mehr. Nun gut, es ist wie es ist. Warten wir eben gemeinsam auf den Frühling.
Bei einer anderen rums Veranstaltung, die schon ein bissl her ist, habe ich ein tolles Beispiel für das Kleid Lykka von mamili1910 gesehen. Das hat mir unglaublich gut gefallen. Als ich dann nach dem Schnitt geschaut habe, bin ich erstmal aus allen Wolken gefallen: Da sah ich nämlich viele Beispiele in viellagigen Rockteilen, was alles sehr rüschig aussah. Ist so gar nicht meins. Aber es gibt ja noch die schlichte Variante. Und diese habe ich auch gewählt.
Hierbei schneidet man das hintere Rockteil einfach zweimal gegengleich zu. Und schon hat frau ein schönes, leicht ausgestelltes Kleid mit einer raffinierten Kragenlösung. Das Kleid sitzt so schön, dass es auch den festsitzenden Winterspeck verzeiht. Was beim Zuschneiden echt viel zu groß aussah, stellte sich am Ende als bestens sitzend heraus. 
Was mir ehrlichgesagt einen recht großen Kopfknoten verursacht hat, war der Kragen. Was eigentlich recht einfach aussieht, stellte sich als ziemlich denkintensiv raus. So intensiv, dass ich es den Nähsamstagabend hab sein lassen und mich dann mit Freunden auf ein Bier und Live-Musik in der Kneipe getroffen hab. Und schwubbs, war der Knoten am nächsten Tag geplatzt und das Kleid in windeseile genäht. Manchmal sind diese kleinen Pausen eben doch nicht ganz verkehrt.
Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich über dieses Kleid und trage es sehr gerne. Genäht habe ich es aus angerautem Sweat. Das macht es so angenehm kuschelig und gibt das Gefühl, dass es schön warm ist. Der Kragen ist aus Strickstoff. Es ist ein schöner Schnitt, der sich hervorragend für Winterkleider eignet. Durch die Kragenlösung hebt es sich von allen anderen Kleidern etwas ab. Ich werde es sicherlich nochmal nähen.
Nun werde ich mir einen Tee kochen und weiter auf den Frühling warten.
Schnitt: Kleid Lykka von mamili1910
Stoff: Stoffideen Hannover
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